Niels Werber (2024): „Theorien des Populären: Systemtheorie“. In: Gezählte Beachtung. Theorien des Populären, hrsg. von Thomas Hecken, Berlin: Metzler/Springer Nature,
S. 93–119.
Im umfangreichen Werk des Soziologen Niklas Luhmann (1927–1998) ist das Populäre eine Leerstelle geblieben. Diese Lücke ist in der soziologischen, aber auch in der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung bemerkt worden und zum Anlass für ganz unterschiedliche Vorschläge zu systemtheoretischen Konzeptionen des Populären geworden. Der vorliegende Beitrag resümiert die möglichen Gründe für Luhmanns Desinteresse am Populären, gibt einen Überblick über die vorliegenden Angebote, diese Lücke in der Systemtheorie zu schließen, und unterbreitet einen eigenen Vorschlag, im Populären – verstanden als etwas, das von vielen Beachtung gefunden hat und darüber in Form von Rankings (Top Ten, Bestsellerlisten, Charts etc.) Auskunft erteilt – einen Modus von Selektivitätsverstärkung zu sehen: Was nach Auskunft viel beachteter Rankings populär ist, findet mehr Beachtung und erhöht so die Wahrscheinlichkeit für Anschlussoperationen; was nicht populär ist, wird kaum beachtet und verfügt nur über geringe Anschlussfähigkeit.
Zum Beitrag im Open-Access-Band geht es hier.




Niels Werber (2023):
Der zweite Open Access-Band der AdminiStudies, herausgegeben von Peter Plener, Niels Werber und Burkhardt Wolf, behandelt Protokolle, die seit Jahrhunderten auf- und vorschreiben, was zu tun und was zu lassen ist, was als notwendig gilt oder als unwichtig und marginal. Protokolle arbeiten letztlich ein und demselben Zweck zu: dass – auf begründete und geregelte Weise – überhaupt etwas entschieden wird. Vor diesem Hintergrund greift der Band drei Hauptformen dieses Verwaltungsmediums auf: Gesprächs- bzw. Verlaufsprotokolle, diplomatische und technische Protokolle.
Niels Werber, Daniel Stein (2023): 

Der erste Band der Open Access Reihe AdminiStudies, herausgegeben von Peter Plener, Niels Werber und Burkhardt Wolf, beschäftigt sich mit der Funktion und Geschichte von Formularen, welche seit jeher alltägliche Vorgänge prägen. Von handgeschriebenen Formularbüchern über Vordrucke bis hin zu digitalen Lückentexten der heutigen Zeit wird ihre Macht- und Mediengeschichte thematisiert und der Einfluss auf den Alltag der Menschen behandelt.